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Webmitteilung vom 02. November 2016

Dreispurig geht nicht
Sicherheitsabstand beim Überholen beachten

„Abstand halten beim Überholen“, fordert Berthold Vahlsing von Radfahrern und Autofahren. „Radfahrer auf der Straße leben sonst gefährlich.“ Ohne Knautschzone kann es bei Stürzen schnell zu erheblichen Verletzungen kommen. Die Unfallstatistik der Polizeiinspektion Nienburg/Schaumburg belegt das.


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Reinhold Brager hier auf der Fahrbahn der Ziegelkampstraße (keine Benutzungspflicht der Hochbordanlage). Der Überholabstand des Fahrzeuges ist hier etwas knapp..

Bei der Nutzung der Fahrbahn durch den Radfahrer gilt für ihn grundsätzlich nach Straßenverkehrsordnung (StVO) das Rechtsfahrgebot. „Der Radfahrer sollte sich am rechten Fahrbahnrand für den Autofahrer aber nicht unsichtbar machen“, meint der Verkehrssprecher. „Zu weit rechts fahren lädt zum Überholen ein, auch bei Gegenverkehr, - Das passt schon noch- .“ Dabei hat die Rechtsprechung sich zu Überholabständen sehr deutlich festgelegt. Im innerstädtischen Verkehr ist bei Überholvorgang Auto/Fahrrad ein Abstand von 1,5 m einzuhalten. Fährt auf dem Fahrrad ein Kind mit, erweitert sich der Mindestabstand auf 2 m. Gemessen wird ab Ellenbogen des Radfahrers. „Damit ist bei den meisten innerörtlichen Straßen ein Fahrbahnwechsel für den Überholenden zwingend notwendig“, schreibt der ADFC. „Für ein dreispuriges Überholen bei Gegenverkehr reichen die Abstände einfach nicht aus.“

„Der Radfahrer kann zu seiner eigenen Sicherheit beitragen“, führt der Verband aus. „Lösen Sie sich vom rechten Fahrbahnrand.“ Als Abstand von der rechten Fahrbahnseite wird ca. 1m empfohlen, bei rechtsparkenden Fahrzeugen auf einem Parkstreifen eher 1,5 m, weil mit öffnenden Fahrzeugtüren gerechnet werden muss.

„Für den Autofahrer ist es nicht immer ganz einfach, den deutlich langsameren Radfahrer vor der Nase auszuhalten“, äußert der Vereinssprecher. „Die Regelungen für ein gemeinsames Miteinander auf der Straße sind jedoch recht eindeutig“. Nach der StVO (§5 Abs.4) muss der Überholende einen ‚ausreichenden Sicherheitsabstand zu anderen Verkehrsteilnehmern, insbesondere zu Fußgängern und Radfahrern‘ einhalten. ‚Er darf den Überholten nicht behindern.‘ Weiter heißt es: Ein Überholender verstößt schon dann gegen die Verordnung, wenn er beispielsweise durch dichtes Auffahren oder durch Signalzeichen (hupen) den Radfahrer erschreckt und dadurch Fehlreaktionen provoziert. Demgegenüber steht der Radfahrer in der Pflicht, dem schnelleren Verkehrsmittel einen Überholvorgang angemessen zu ermöglichen (§5 Abs.6 StVO). „Dazu muss er aber nicht alle 100m am rechten Fahrbahnrad anhalten“, so Vahlsing vom ADFC.

Auch beim Überholen Radfahrer/Radfahrer sind Abstände einzuhalten, allerdings aufgrund der minderen Geschwindigkeit geringere als die oben gennannten. Die Richter gehen hier von kleinerer Gefahrenlage aus. Die Gefährdung des Überholten ist aber auch hier auszuschließen. Bei nicht ausreichenden Radwegbreiten heißt es hier im Zweifelsfall für den schnelleren Radfahrer, warten! Durch Klingeln kann ggf. ein Überholvorgang angezeigt werden.

Die Nichteinhaltung notwendiger Abstände oder das Erschrecken von Verkehrsteilnehmern kann, auch wenn kein Unfall geschehen ist, als Gefährdung des Straßenverkehrs oder als Nötigung in der Rechtsprechung gewertet werden. – „Gemeinsames und rücksichtsvolles Miteinander bringt alles Verkehrsteilnehmer schneller und sicherer an ihr Ziel“, schreibt der Verband abschließend.

Zur Grafik:
Dreispurig passt nicht. Für einen Überholvorgang ist auch bei Radfahrern i.d.R. ein Fahrbahnwechsel notwendig.


 

 

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