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Webmitteilung vom 29. Oktober 2025

Kein Stadtradeln in Nienburg 2026

Bei den Beratungen zum Haushalt 2026 hat die Politik in Nienburg erneut die Mittel für die Anmeldung zum Stadtradeln gestrichen. Dabei geht es um einen Betrag von ca. 2500 €. Wie bereits im vergangenen Frühjahr hieß bei der Diskussion aus einem Stadtratsausschuss, der Landkreis solle für das Stadtradeln zahlen. Zuletzt wurde die Fahrradaktion in Nienburg 2024 durchgeführt.

Warum Stadtradeln?
Der Sinn des Stadtradelns ist es, Menschen für das Fahrrad als umweltfreundliches und gesundes Fortbewegungsmittel zu begeistern. Idealerweise sollten Verwaltung und Politik durch eigenes Engagement Bürgerinnen und Bürger der Stadt motivieren, das Fahrrad vermehrt für Erledigungen im Alltag und zur Freizeitgestaltung zu nutzen. Natürlich geht es dabei um Klima- und Umweltschutz, aber auch bessere Aufenthaltsqualität in der Stadt durch weniger Lärm, bessere Luftqualität, den Gesundheitsschutz und Gesundheitsprävention durch Verbesserung der körperlichen Fitness und das Wohlbefinden, aber auch Stärkung der Gemeinschaft durch den Teamgedanken sowie die Freude am Radfahren. Dafür sollen in Form eines Wettbewerbs an 21 Tagen möglichst viele Radkilometer gesammelt werden. Mit guten Ergebnissen könnte die Stadt für ihre Fahrradfreundlichkeit werben.
Letztlich soll das Stadtradeln motivieren, auch nach dem Wettbewerb das Rad regelmäßig als Verkehrsmittel in der Stadt zu nutzen.
Für politische Verantwortungsträger und Verwaltung kann die aktive Teilnahme an der Veranstaltung Tücken und Vorzüge der vorhandenen Infrastruktur aufzeigen. Probleme lassen sich durch eigenes Erleben leichter erfassen. Ergänzend können Teilnehmende per App Schäden oder Gefahrenstellen melden und Vorschläge für den Ausbau der Infrastruktur anregen.

Kein Stadtradeln, kein Schulradeln.
Laut Stadtverwaltung hat sich in Nienburg in den vergangen Jahren neben dem Stadtradeln auch das Schulradeln zunehmend etabliert. Dabei sammeln Schüler Kilometer für ihre Schule und werden so zum Radfahren animiert. Leider fällt in Nienburg nun auch dieser sich entwickelnde Ansatz erneut dem Haushalt zum Opfer.

Fahrradurlauber erwünscht?
Irritierend ist weiterhin, dass Nienburg als einzige Stadt am Weserradweg sich nicht am Stadtradeln beteiligt (2025 und jetzt auch 2026). Dem Fahrradtourismus ist die Entscheidung der Stadtratsmehrheit sicher nicht zuträglich …., aber die Samtgemeinde Grafschaft Hoya ist ja dabei.

Akzeptanz
Die Unterstützung des Stadtradelns durch Politik und Verwaltung könnte das Stadtbild und das allgemeine Image des Fahrradverkehrs verändern. In der Wirkung könnte sich das Klima im Verkehr durch mehr Verständnis verbessern so letztlich die „Vision Zero“ unterstützen.

 

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