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ADFC-Mitteilung vom 10. Mai 2015

Information zur Benutzungspflicht von Radwegen


„ Muss ich wirklich auf dieser Holperstrecke fahren?“, denkt mancher Radler, der sich an der Hannoverschen Straße auf dem Radweg bewegt. „Eindeutig ja“, muss es am Berliner Ring heißen, weil durch die Beschilderung (u.a. weißes Rad auf blauem Grund, Zeichen 241, getrennter Fuß- und Radweg) die Benutzung des Radweges zur Pflicht wird. Wegen des erheblichen PKW-Verkehrs wird dort auch niemand auf andere Gedanken kommen. Schon anders sieht es aus, wenn solch eine Pflicht in Zone-30-Gebieten durch die Beschilderung eingefordert wird. Hier hat der Gesetzgeber bereits 1997 die Rechtslage geändert. Aber erst durch ein Urteil im vergangenen Jahr ist man wieder auf die neue Sichtweise aufmerksam geworden.
Stadt Nienburg, Polizei und ADFC haben in den vergangenen Wochen die Notwendigkeit der Radwegebenutzungspflicht im Stadtgebiet an verschiedenen Straßen geprüft. Die Sicherheit der Verkehrsteilnehmer aber der Fahrkomfort für Radfahrer wurde dabei betrachtet. Änderungen werden in den nächsten Wochen umgesetzt.

Auch der Landkreis beabsichtigt in diesem Sinne tätig zu werden. In Drakenburg am Weserweg wurde bereits die Benutzungspflicht aufgehoben, in Liebenau sind ebenfalls Änderungen geplant.

Aber wer kennt sich schon mit den vielen Regelungen aus. Wir versuchen Klarheit in den Sachverhalt zu bringen.

 

Wie kann / muss man denn nun fahren?

1. Beispiele: Buermende, Ziegelkampstraße, Marienstraße, Hannoversche Straße (z.T.)

Hier gibt es einen baulich angelegte Geh- und Radweg ohne Beschilderung. Auf dem
Hochbord sind Fuß- und Radwegführungen erkennbar. Manchmal werden sie auch nur farbig unterschieden. Gesprochen wird hier von sonstigen Radwegen. Diese Wege können, müssen aber nicht vom Radfahrer benutzt werden. Wir dürfen hier auch mit dem Fahrrad auf der Straße fahren.

Untersuchungen haben deutlich gemacht, dass der Radfahrer, wenn er auf der Straße fährt, deutlich weniger in Unfälle verwickelt wird als wenn er den Radweg benutzt. Die Gefährdung ist gegeben durch Einmündungsverkehr in Seitenstraßen oder zu Einkaufsmärkten, Tankstellen usw. und durch schlecht einsehbare Grundstückseinfahrten.
 

Untersuchungen belegen, Radfahrer benutzen Radwege, wenn sie
vorhanden sind (hier Ziegelkampstraße, Nienburg).


2. Beispiel: Wilhelm-Siebert-Weg, gemeinsamer Fuß- und Radweg (Zeichen 240).

Der Radfahrer teilt sich den Weg mit dem Fußgämger und nimmt Rücksicht. Es besteht für den Radfahrer Benutzungspflicht. Wäre der Weg an einer Straße, müsste er vom Radfahrer benutzt werden.

Weiteres Beispiel: Nordertorstriftweg (Bild unten rechts).


 

3. Beispiel: Berliner Ring, getrennter Fuß- und Radweg (Zeichen 241)

Auf der Straße darf nicht gefahren werden. Der Radfahrer nimmt Rücksicht auf Fußgänger. Getrennte Verkehrsflächen für den Radfahrer und den Fußgänger sind i.d.R. sichtbar. Es besteht für den Radfahrer eine Benutzungspflicht. Auf der Straße darf nicht gefahren werden.

 

4. Radweg mit Radwegebenutzungspflicht (Zeichen 237, Schild: weißes Fahrrad auf blauem Grund). Auf der Straße darf nicht gefahren werden. (Bild fehlt noch)

 

5. Freigegebene Gehwege , Beispiel Weserwall, Ziegelkampstraße

Gehwege können mit Zeichen 239 (Fußgänger) gekennzeichnet und durch
Zusatzzeichen 1022-10 für Radfahrer freigegeben werden. Diese Wege können, müssen aber nicht vom Radfahrer benutzt werden.


Weserwall

Ziegelkampstraße

 

Konflikt Eltern mit Kindern auf Fußwegen mit dem Rad

Kinder bis zu 8 Jahren müssen nach StVO den Fußweg zum Radfahren benutzen, Kinder bis zu 10 Jahren dürfen ihn benutzen, die Eltern dagegen nicht, wenn der Fußweg nicht für den Radverkehr (Zeichen Radfahrer frei) freigegeben ist.
Eltern werden also auf die Straße verwiesen wenn sie ihre Kinder in den Kindergarten bringen, die Kinder dagegen auf dem Bürgersteig. Das dabei vielen Eltern unwohl ist, ist verständlich, zumal parkende Fahrzeuge den Sichtkontakt zum Kind unterbinden können.
 
Die Verordnung schürt hier einen Konflikt, der seit langem einer Klarstellung bedarf.

 

 


20. August 2013

Radwege im Stadtgebiet

Nienburg, 20.8.2013. Im Rahmen von verschiedenen Verkehrsschauen wurden Anfang 2013 der Führser Mühlweg und die Celler Straße betrachtet. Die Beschilderung wurde sinnvoll korrigiert oder entfernt.

 

12. Nov. 2012

Beschilderung zur Radwegebenutzungspflicht

Viele Straßen wurden betrachtet, zuletzt der Berliner Ring, die Verdener Straße, die Verdener Landstraße und die Brückenstraße. Änderungen wurden oder werden durchgeführt. Die Stadt arbeitet hier sehr konstruktiv mit. Herzlichen Dank dafür.

In nächster Zeit soll der Führser Mühlweg geprüft werden.

 

 



 

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