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Webmitteilung vom 06. April 2017

ADFC plädiert für Tempo 30 auf Hannoversche Straße

Die Radfahrer auf der Hannoverschen Straße in Nienburg haben es schwer. In Richtung Langendamm hat die Stadt den linksseitigen Radverkehr unterbunden. Grund war der Unfallbericht des Sachgebietes Verkehr der Polizeiinspektion Nienburg/Schaumburg. Zur Information der Verkehrsteilnehmer über die neue Radfahrerführung hatte die Stadtverwaltung zwei zusätzliche Informationsschilder aufgestellt, mit dem Hinweis auf den rechtsseitigen Radverkehr auf der Fahrbahn.

„Trotz dieser Maßnahmen und verschiedener Presseberichte, veranlasst von der Stadt und uns, kommt es immer wieder zu Konflikten zwischen Radfahren und dem Fahrzeugverkehr“ so Berthold Vahlsing vom Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Club (ADFC). „Einzelne Verkehrsraudies lernen den Radfahrern das fürchten“. Der Verband höre selbst von hart gesottenen Mitgliedern, dass sie manchmal ein ungutes Gefühl auf der Fahrbahn hätten. Berichte wird von schnellem Überholen mit knappem Abstand, Erziehungsmaßnahmen durch unanständige Gestik von Autofahrern und dem scheiden der Fahrspur, vereinzelt auch von hupenden Fahrzeugen.

„Wir wollen die Sicherheit der Fahrradfahrer in Richtung Langendamm verbessern“, unterstreicht der Verbandssprecher. Als weitere Maßnahmen hat der Verein der Stadt Fahrradpiktogramme auf der Fahrbahn vorgeschlagen, um die Verkehrsteilnehmer immer wieder daran zu erinnern, dass der Fahrradverkehr auf der Fahrbahn vorgesehen ist. Ergänzend sehen die Vereinsaktiven die Notwendigkeit einer Geschwindigkeitsanpassung. „Zur Erhöhung der allgemeinen Sicherheit haben wir dem Ordnungsamt der Stadt dringend die Einrichtung von Tempo 30 auf der ganzen Länge der Hannoverschen Straße in Nienburg empfohlen“, so die ADFC-Mitteilung.

Neben der Verbesserung Sicherheitslage hätte die Anpassung für die Anwohner mehrere galante Vorzüge wie deutlich Lärmminderung, weniger Erschütterungen durch langsameren Schwerlastverkehr und natürlich auch weniger Stickoxide wegen des gleichmäßigeren Verkehrsflusses. Vom Bundesverkehrsministerium wurden die Bestimmungen für die Einführung von Tempo 30 gelockert. Dazu gab es bereits auch eine Länderinitiative durch Niedersachsen und Schleswig-Holstein, die aus Gründen des Lärmschutzes die Einrichtung von Tempo 30 ermöglichen wollen. Das Europäische Parlament hat sich ähnlich positioniert. Die Abgeordneten haben sich zur Verbesserung der Verkehrssicherheit für Tempo 30 als Regelgeschwindigkeit in Ortschaften ausgesprochen. „Zum Schutz der schwächeren Verkehrsteilnehmers sollte sich auch Nienburg zu mehr Sicherheit auf der Hannoverschen Straße durchringen“, so der Fahrradverband.

Foto:
Autofahrer und Fahrradfahrer können nicht immer gut miteinander. Das musste auch die Crirical Mass Gruppe Ende März erleben. Unkenntnis der Straßenverkehrsordnung und erhöhtes Aggressionspotential einzelner Fahrer führten zu gefährlichen Verkehrssituationen, an denen sich auch ein Fahrer des Stadtbusses wenig verantwortungsbewusst beteiligte.

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